Der M:O:10 Award in den Händen der stolzen Gewinner

MUSEUM ONLINE 2010
ist eine Projektinitiative des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und von KulturKontakt Austria, die bereits zum 13. Mal statt fand und an Museen/Kultureinrichtungen unter dem Thema "Museumsobjekte erzählen Ihre Geschichte" ausgeschrieben wurde.
Das Heeresgeschichtliche Museum bewarb sich unter dem Motto "Objekt 18, Schalom, Salam, Servus" und bekam in Wien prompt die Zusage zur Durchführung des Vermittlungsprogramms. Ziel war es das Thema möglichst authentisch auf einer Homepage zu verwirklichen. Aus den neun Bundesländern wurden dann der Sieger prämiert.
Bei "Salam,Schalom, Servus" handelt es sich um ein Projekt im Rahmen des Wettbewerbes Museum Online 2010. Die Projektidee entstammt dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien, welches gemeinsam mit den beiden kooperativen Mittelschulen Plankenmais u. Infomedia in Zusammenarbeit mit der Firma SpreadShape e.U. den Schülern die verschiedenen Objekte des Museums näher brachte. Es wurden gemeinsam unterschiedliche Themen wie z.B. "Das Osmanische Reich" oder der "Nationalsozialismus" aufgearbeitet und im Anschluss auf einer eigenen Homepage präsentiert.
Auf Grund jahrelanger Erfahrung stellte das Museumspädagogische Team des Heeresgeschichtlichen Museums fest, dass es einen Trend gibt, demgemäß Wiener Schulen in den Außenbezirken einen steigenden Anteil an SchülerInnen mit Migrationshintergrund aufweisen. Dieses Potential gilt es in Zukunft stärker in den Museumsbetrieb einzubinden, um diese bereichernde Chance möglichst umfangreich zu nutzen.
Dies hat uns dazu bewogen, ein spezielles Programm zu entwickeln, das den multikulturellen Ansprüchen gerecht wird und Objekte des Museums in diesen Kontext stellt.
Das Erforschen der Objekte soll es den SchülerInnen ermöglichen, selbst herauszufinden, welchen Beitrag die unterschiedlichen Völker im Laufe der Geschichte zur Entstehung der österreichischen Kultur geleistet haben.
Projektbeschreibung
Zu Beginn hat das Kernteam (Andreas Handler, Dr. Barbara Lenz, Georg Rütgen, Monika Weber) die Schulen vor Ort besucht, die Projektidee vorgestellt und gemeinsam mit den Schülern weiterentwickelt sowie die TeilnehmerInnen kennen gelernt. Hierauf wurden mit jeder Klasse drei Vormittagstermine im Heeresgeschichtlichen Museum vereinbart.
An jedem Vormittag ist ein Migrationsmodul interaktiv, objektbezogen und dialoghaft vermittelt worden. Wir untersuchten die Objekte nach deren Einfluss auf das kulturelle Leben und versuchten, eine möglichst breite und objektive Diskussion mit den Schülern in Gang zu bringen, die die Herangehens- und Sichtweise der Geschichtsobjekte hinterfragt.
Die Ausstellung ließ es sinnvoll erscheinen, drei Themenkreise aufzuarbeiten.
- 1. Modul Osmanisches Reich
- 2. Modul Vielvölkerstaat
- 3. Modul Nationalsozialismus
Bei jedem Modul wurde die Klasse geteilt und jeweils durch einen Museumspädagogen geführt. Zusätzlich hat ein Teil der Gruppe die „rasenden Reporter“ gespielt und durch Filmen und Fotografieren das Erlebte aufgezeichnet. Zu jedem Modul sind andere Schüler in die Rolle der Journalisten geschlüpft. Diese Materialien wurden sowohl auf der Homepage als auch auf einem Plakat präsentiert. Jede Führung hat einen dialoghaften Theorieteil und einen praktischen, objektorientierten Aktionsteil beinhaltet, bei dem Erlerntes in Form von Filmanalysen und Rätselrallyes wiederholt wurde. Hierauf kam es zur medialen Einbindung.
Während ein Teil der Klasse in den medialen Prozess eingebunden wurde, machte sich eine kleine Kochgruppe, die pro Modul durchgewechselt wurde, auf den Weg zum Naschmarkt. Nach der Auswahl des geeigneten Rezepts hat die Gruppe die zu dem jeweiligen Modul passenden Lebensmittel besorgt und hierauf die Klasse bekocht. Nach dem gemeinsamen Essen endete das Programm.
Hier gehts zur Homepage: http://wien.mo10.museumonline.at
KMS Plankenmaisstraße:

KMS Rzehakgasse

Abschlusspräsentation und Preisverleihung











